Hammerunterwiesenthal

Der Kalksteinbruch Hammerunterwiesenthal
Der Kalksteinbruch

Flächige Kalkvorkommen sind in Sachsen extrem selten. Der Hammerunterwiesenthaler Aufschluss (Mittelerzgebirge) ist vermutlich durch Abbau im 18. oder 19. Jh. entstanden. In einem ehemaligen Kalksteinbruch in Hammerunterwiesenthal (Mittelerzgebirge) kommen hier kleinflächig extrem wertvolle Kalk-Trockenrasen vor, welche in Sachsen akut bedrohten seltenen Pflanzenarten wie Schopfigem Kreuzblümchen (Polygala comosa), Bitterem Enzian (Gentianella amarella) oder auch Katzenpfötchen (Antennaria dioica) letzte Lebensräume bieten. Weil eine Schafbeweidung, wie sie in traditionellen Kalktriftgebieten Mitteldeutschlands üblich ist, im Erzgebirge weitgehend fehlte, müssen die Flächen vom Menschen gepflegt werden, wenn dieses wertvolle natürliche Erbe nicht verschwinden soll. Die Regionalgruppe Dresden des BUND kümmert sich seit etwa einem Jahr in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Erzgebirgskreises um ihren Erhalt. Durch Pflegemaßnahmen wie Entbuschung, Handmahd und Schaffung von Rohbodenstellen sollen Gehölze zurückgedrängt und der Offenlandcharakter der Flächen wieder gefördert werden. Das Projekt ist auf mehrere Jahre angelegt.

Der Pflegeeinsatz

Pflege durch Handmahd
Pflege durch Handmahd

Vom 20.-22. 10 war die Regionalgruppe Dresden mit weiteren fleißigen Freiwilligen mit der Naturschutzpflege eines Kalkmagerrasens in Hammerunterwiesenthal (Mittelerzgebirge) beschäftigt. Im Rahmen eines dreitägigen Einsatzes sind wir Gehölzaufwuchs sowie zunehmendem Gras- und Moosfilz mit Hacke, Sense und Vertikutierer auf den Leib gerückt, um wieder günstige Bedingungen für die in Sachsen vom Aussterben bedrohten Kalkmagerrasen und Raritäten wie Schopfigem Kreuzblümchen (Polygala comosa) zu schaffen.

 

Neben der Arbeit haben wir bei schönstem Herbstwetter die einzigartige Natur um Oberwiesenthal genossen. Auch kulturell hat das Erzgebirge einiges zu bieten. So haben wir beim Tag des Handwerks in einer lokalen Räucherkerzenmanufaktur einiges an traditionellem Handwerk, wie z. B. das Klöppeln, bestaunen können. Mit der Pflege geht es auch im kommenden Jahr weiter – fleißige Helfer*innen werden schon jetzt gesucht!



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