2. November 2013

Pflegeeinsatz am 2. November 2013

Mitglieder und Freunde des BUND Dresden trafen sich am Sonnabend zu einem ganztägigen Pflegeeinsatz am sog. Himmelsbusch in Radebeul. Der seit langem aufgelassene Porphyrit-Steinbruch, welcher geologisch am Rand der Lausitzer Verwerfung liegt, befindet sich im Eigentum der Stadt Radebeul. Aufgrund seiner Lage in der Dresdner Elbtalweitung mit seinem trocken-warmen Klima in Verbindung mit dem besser nährstoffversorgten Grundgestein stellt das Areal an der Kottenleite ein wichtiges Refugium für wärmeliebende, teilweise vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten dar. So befand sich hier z.B. der letzte sächsische Wuchsort des Brillenschötchens (Biscutella laevigata). Aktuell kommen z.B. noch der attraktive und mittlerweile vom Aussterben bedrohte Blutstorchschnabel (Geranium sagnuineum) und (stark) gefährdete Arten wie die Gelbe Skabiose (Scabiosa ochroleuca), Erd-Segge (Carex humilis), Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) und Hügel-Klee (Trifoium alpestre) in unterschiedlicher Anzahl vor.

Der Steinbruch ist aufgrund langjähriger Nutzungsauflassung und unregelmäßiger Pflege stark von Verbuschung und Eutrophierung bedroht. V.a. Robinie, Eiche, Brombeere und Waldrebe erobern die kleinflächig erhaltenen wertvollen Trockenrasen und offenen Felswandbereiche zunehmend. Der BUND pflegt zukünftig mit Unterstützung der Stadt Radebeul das wertvolle Objekt ein- bis zweimal jährlich.

Bei dem Pflegeinsatz wurden mit Ast- und Baumscheren und Handsägen aufkommende Gehölze entfernt und die Flächen anschließend beräumt.



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