Umweltbildung durch Geocaching

Projekt „Young Blue Geocachers Dresden“

Was haben Uferbiotope und die Qualität der Gewässer in unserer Stadt mit unserem Leben zu tun? Die Antwort auf diese Frage fand die BUND Regionalgruppe Dresden zusammen mit den Schüler*innen des Gymnasiums „Dreikönigsschule“ an sechs spannenden Projekttagen an zwei kleinen Bächen in Dresden heraus. Das Besondere: dank der Geocaches, die die Schüler*innen der 8. Klasse im Naturwissenschaftlichen Profil vorbereitet und an den Bächen gelegt haben kann jetzt jeder diese Frage für sich selbst beantworten und zusätzlich ein echtes Abenteuer erleben. Gefördert wurde das Projekt „Young Blue Geocachers Dresden“ von der Michael-Otto Stiftung für Umweltschutz.

Was sind Geocaches und was sind Blue Geocaches?

An welchen Bächen fand das Projekt statt?

Was haben die jungen Forscher untersucht?

Wie kann ich selbst mitmachen?

Was sind Geocaches und was sind Blue Geocaches?

Geocaching ist die moderne Art der Schnitzeljagd. Dabei sucht man versteckte Behälter mithilfe ihrer geografischen Koordinaten (dafür wird ein GPS-Gerät oder ein Smartphone benutzt). Die Behälter enthalten Hinweise für die Koordinaten des nächsten Behälters oder des finalen Geocashes. Bei den Blue Geocachers sind interessante und leicht zu lösende Lern- und Bildungsaufgaben zum Thema Wasser versteckt.

An welchen Bächen fand das Projekt statt?

Dresden ist reich an kleinen Bächen, die eine große Vielfalt von Biotopen bieten. Manche wurden stark von Menschen beeinflusst aber viele wurden auch renaturiert. Unser Projekt wurde am Koitschgraben – ein Beispiel für einen renaturierten Bach – und der Prießnitz in der Neustadt – ein Beispiel für stark begradigtes Fließgewässer – durchgeführt.

Warum sind Fließgewässer und Uferbiotope wichtig? Die Ufervegetation sowie die Uferbiotope spielen durch ihre Rolle als ökologisch wichtige Übergangsstruktur zwischen Gewässer und Land eine sehr wichtige Rolle für den Zustand der Fließgewässer und für ihre Wasserqualität. Beispielsweise beeinflussen Uferbiotope wie Wiesen, Auen und Auwälder die Uferstabilität, die Wasserfiltrierung sowie die Fließgeschwindigkeit und das Hochwasserrisiko. Als Lebensraum von Lurchen und anderen Pflanz- und Tierarten sind die Uferbiotope ein sehr wichtiger Faktor für die ökologische Stabilität in und an den Flüssen. Die Ufer und die Ufervegetation kleiner Fließgewässer in der Stadt stehen aber auch durch  Bebauung, Begradigung und Verschmutzung durch Schadstoffe und Müll unter Druck. Deswegen wollten wir erforschen in welchem Zustand sich die kleinen Fließgewässer in unserer Stadt befinden.

Mehr über Fließgewässer (PDF)

Was haben die jungen Forscher untersucht?

Die Schüler*innen des Profils Naturwissenschaften im Gymnasium Dreikönigsschule haben die Vegetation im und um das Fließgewässer, sowie die tierischen Organismen in Fließgewässern untersucht. Insbesondere wurde darauf geachtet welche Zeigerpflanzen und Bioindikatoren vorkommen. Durch Wasserproben wurden die Eigenschaften des Wassers, sowie organische und anorganische Partikel im Fließgewässer beobachtet. Die Fließgeschwindigkeit und der pH-Wert wurden gemessen und deren Bedeutung für das Gewässer reflektiert. Zusätzlich waren auch die Uferbefestigung und der Verlauf der Fließgewässer Ziel der Beobachtungen. Die Ergebnisse wurden dann als Grundlage für die Geocache-Rätsel benutzt.

Zusätzlich wurde eine Müllsammelaktion durchgeführt. Dabei wurden den Schüler*innen bewusst unter welcher Beschmutzung städtische Fließgewässer zu leiden haben. Allein am Koitschgraben wurden in ungefähr zwei Stunden fünf große Säcke Müll gesammelt.
Natürlich hatten wir bei diesen Aktivitäten auch Spaß – wie die einzelnen Jugendlichen das Projekt empfunden haben kann man hier nachlesen:
Ein Spannendes Projekt am Koitschgraben (Die Schüler*innen  erzählen)

Wie kann ich selbst mitmachen?

Jeder, der Interesse an Fließgewässer im Stadtgebiet und am Geocaching hat, kann jetzt unsere Geocaches auch selbst suchen und den Schatz finden. Die Startkoordinate ist im Internet veröffentlicht. Danach folgt man den Hinweisen an jeder Station.

Los geht’s hier:

Sie haben mehr Fragen, möchten die nächsten Blue Geocachers sein oder würden uns gerne noch Anregungen für weitere Projekte in Dresden geben? Dann schicken Sie uns eine Nachricht oder kommen Sie einfach in unserem Büro vorbei.