Newsletter des BUND Dresden

Termine

Voting zum Zukunftsstadt-Projekt

Stellt euch einen Radweg vor, der nicht nur an der Elbe entlang einen Raum für Erholungs- und Freizeitaktivitäten bietet. Mitten durch die äußeren Stadtteile Dresdens hindurch könnt ihr vom Großen Garten bis hin zu den Zschierener Kiesseen gefahrenarm, da fern vom Straßenverkehr, in die Pedalen treten. An ausgewählten Stellen findet ihr Informationen zu nachhaltigen Innovationen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft in Dresden oder ihr könnt an Umweltbildungsaktionen teilnehmen. 
Aber wir haben weitere Visionen -  ein öffentlicher Garten, Baumpflanzungen für den Naturschutz - diese wollen wir mit eurer Hilfe verwirklichen und die Stadtverwaltung von der Umsetzung überzeugen. 

Für den „Grünen Radweg als Pfad der Erfindungen“, der mit weiteren 23 Projekten in der Vorauswahl ist, kann auf https://www.99funken.de/gruener-radweg-als-pfad-der-erfindungen# gevotet werden. Bis zum 22. Mai anmelden und abstimmen - damit wir einen etwas anderen Radweg für Dresden anbahnen können!

Über den Zaun geschaut

Im April verbrachten wir einen tatkräftigen Einsatz in der Lausitz bei Eine Spinnerei e.V., wo wir einen Drahtzaun abrissen. Nun muss dieser an einem neuen Standort wieder aufgebaut werden. Das Ziel: eine Streuobstwiese soll entstehen. Hierzu werden wieder helfende Hände gebraucht. Zur Terminauswahl stehen der 2. oder der 3. Juni zur Verfügung. Die Fahrt bezahlen wir. Die Spinnerei wird uns mit regionalen und saisonalen Köstlichkeiten verwöhnen. Wer also Lust auf einen praktischen Einsatz im idyllischen Neustadt a.d. Spree hat, gibt bitte Bescheid an welchen Datum ihr könntet: bund.dresden@bund.net

4. Langer Tag der StadNatur

Am 26. und 27. Mai könnt ihr zum 4. Mal beim Langen Tag der StadtNatur (LTDSN) an spannenden Führungen und Aktionen rund um die Dresdner Natur teilnehmen. Begebt euch auf die Spur von Fledermäusen oder Mufflons. Gärtnert oder senst mit! Oder habt ihr schon mal ein Schaf geschert? Wollt ihr wissen, wie unser Trinkwasser sauber gehalten wird oder welche Kräuter heilende Wirkungen haben? Alle Informationen zum Programm findet ihr hier.
Zum Abschluss dieses ereignisreichen Wochenendes finden wir uns im St. Pauli Salon zusammen, um unter dem Motto „Die Voraussetzungen für eine gesunde Stadtnatur beginnen in der Politik!“ zu diskutieren, Forderungen aufzustellen und sich zu vernetzen. Die Veranstaltung ist für alle offen!

Außerdem freuen wir uns über Hilfe beim Auf- und Abbau des Standes am Marktplatz sowie dessen Betreuung. Ihr könnt auch gern eine Veranstaltung dokumentieren, in dem ihr ein paar Bilder macht, zählt wie viele Teilnehmende da sind und uns berichtet, wie es war.
Meldet euch einfach bei uns! Wir stellen mit euch einen Plan zusammen, wo ihr helfen könnt. Danke!! bund.dresden@bund.net

Die Sammlerliebe ist ausgebrochen – Klimafreundlich Kochen in Dresden

Es grünt und blüht im Dresdner Umland. Der Sommer ist da und mit ihm Beeren, Kräuter und Pilze in Hülle und Fülle.
Schnappt euch eure Dosen und Stoffbeutel und begleitet uns auf einen Ausflug in das Vorratslager der Natur. Zusammen wagen wir uns an bisher unbekannte Delikatessen heran und folgen der Spur von verlockenden Aromen. Baumpilzschnitzel, Holundersuppe oder Pesto-Mischungen - Ein Sammelstreifzug für Feinschmecker*innen!

Samstag, 16.06., 10-14 Uhr Exkursion in das Dresdner Umland
Sonntag, 17.06., 16-20 Uhr Kochkurs im Villandry

Anmeldung und weitere Infos unter: klimakochen-dresden.de

Feinstaub is in the air

Luftverunreinigung nimmt in Ballungsräumen hohe Werte an. Nicht nur Industrie, sondern auch der Verkehr tragen ihren Teil dazu bei, dass Feinstaub und Stickstoffdioxid die Luftschadstoffgrenzen überschreiten. Der neue Luftreinhaltelan Dresdens sieht vermehrt Messungen der Schadstoffe vor, jedoch nimmt die Stadt nur an fixen Punkten wie am Zelleschen Weg Messungen vor.
Um herauszufinden, wie rein die Luft in deiner Umgebung ist, kann die App „hackAIR“ Abhilfe schaffen. 
Auch der BUND als Projektpartner möchte dazu verhelfen Messungen durchzuführen und bietet am 20. Juni im BUND Büro um 17 Uhr einen Workshop dazu an. Wir erläutern alles über Feinstaub und Luftverunreinigung und den Bau eines eigenen Feinstaubsensors. Sensorbastelkits können für 7,50 € für BUND-Mitglieder und 12,50 € für Nicht-Mitglieder erworben werden.

Du bist interessiert? Dann melde dich gleich hier an.

Gesichter des BUND

Heute stellen wir Jutta Wieding vor. Unsere junge Vorsitzende stammt eigentlich aus Garbsen bei Hannover und ist seit 2015 im Amt. Sie ist oft auf Veranstaltungen des BUND anzutreffen und legt Wert auf einen suffizienten Lebensstil.

1. Welches globale Problem beschäftigt dich am meisten?
Die Ungerechtigkeit, die in der Welt ist, stört mich seit ich ein kleines Mädchen war. Ich bin in einer sehr privilegierten Situation groß geworden: Ein sicheres Umfeld, genug zu Essen, eine liebende Familie, die Chance auf gute Bildung und ein Leben mit vielen Möglichkeiten. Dass es Menschen gibt, denen es anders geht ist nicht richtig. Inzwischen sehe ich, dass meine Freiheiten die anderer kompromittieren. Das führt zur Zerstörung der Umwelt, zu Ressourcenknappheit, zu Streit und Krieg. Ich empfinde es als meine Verantwortung, alles zu tun, was ich kann, um das zu ändern.
Weltfrieden ist ein großes Projekt. Ich habe durch einen Freiwilligendienst in einer Klimaschutzorganisation in Brüssel nach meinem Abitur festgestellt, dass Klimawandel ein guter Startpunkt ist: Wenn wir als Gesellschaft aufhören, fossile Brennstoffe zu verwenden, müssen sich ungerechte Wirtschaftsweisen ändern. Wir müssen unseren Lebensstil überdenken und unser gesellschaftliches Zusammenleben neu strukturieren. Darin sehe ich eine große Chance. Gelingt es uns nicht, wird globale Ungleichheit noch wesentlich steigen. Deshalb beginne ich mit dem Klimaschutz.

2. Was war der Auslöser für dich, dich in einem Umweltverband zu engagieren?
Als 20-Jährige hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit den Bundesumweltminister zu treffen. Ich war Teil einer Gruppe von Jugendlichen, deren Meinung gehört werden sollte. Stattdessen wurde uns bei dem Treffen erzählt, warum die Umweltpolitik Deutschlands so toll ist.
Um besser gehört zu werden, engagiere ich mich beim BUND. Meine Stimme ist nicht besonders laut. Die von 500 000 Menschen ist es! Demokratie lebt davon, dass Bürger*innen nicht nur ab und an mal zur Wahl gehen, sondern davon, dass sie die Welt gestalten, in der sie leben. (Umwelt-) Verbände sind ein guter Ort, dies gemeinsam mit Gleichgesinnten zu tun. Außerdem können wir so mit vereintem Wissen und Erfahrungen die besten Lösungen entwickeln.

3. Was bedeutet für dich persönlich Natur? Gibt es ein besonderes Naturerlebnis, was dich beeindruckt hat?
Als Tochter eines Landwirts ist die Natur für mich die Quelle für Lebensmittel und Lebensgrundlagen. Wir sind Teil eines Systems, in dem sich die unterschiedlichen Faktoren gegenseitig beeinflussen. Soll heißen: Natur hat für uns einen großen Nutzen. Allerdings führt Übernutzung dazu, dass wir unsere eigene Lebensgrundlage zerstören. Wir sind von der Natur abhängig.
Natur beeindruckt mich immer wieder. Oft sind es die kleinen Dinge, die mich daran erinnern, dass ich Teil des größeren Ganzen bin: Der Geruch von Regen auf Waldboden und vom Frühling. Bucheckern, die plötzlich von den Bäumen fallen und aus denen man die Nüsse pulen kann (leider sind sie in den letzten Jahren immer öfter leer). Und Gewitter mit dicken Tropfen und Blitzen am Himmel.

4. Was würdest du in Dresden verändern?
Ich wünsche mir mehr Vielfalt in Dresden. Für mehr unterschiedliche Sprachen, Lebensformen, Verkehrsmittel, Blütenfarben, Artenvielfalt und Herkunft in den Straßenbahnen, am Straßenrand und in den Parks. Ansonsten möchte ich vor allem, dass sich Dresden in mancherlei Hinsicht nicht verändert: Ich mag die Baulücken und die kleinen Unordentlichkeiten, die Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Menschen sind. Ich hoffe, dass in Dresden nicht alle Orte, an denen Begegnung, Miteinander und Leben passieren darf, wegsaniert werden. 

5. Wie tankst du deinen Akku auf? Wie erholst du dich? Wie verbringst du Zeit an der frischen Luft am liebsten?
Ich stehe gern auf der Matte: Brazilian Ju Jutsu, eine Kampfsportart mit viel Bodenkampf, ist meine Lieblingsart, mich richtig auszupowern, mal den Körper statt des Kopfes zu bewegen und in dem kurzfristigen Kräftemessen direkt zu gewinnen oder zu verlieren. Danach kann ich die vielen Teilerfolge und Rückschritte beim Klimaschutz besser aushalten. Sehr gern lasse ich den Tag bei einem Whisky auf meiner Terrasse ausklingen und schaue mir die Sterne an. Zeit an der frischen Luft verbringe ich am liebsten mit meinem Wanderrucksack Jacky auf dem Rücken, mit dem ich schon so manchen Berg hochgekraxelt bin – und hinterher spielt man Salamander in der Sonne.

Wir danken Jutta, für die Beantwortung der Fragen und ihre erfolgreiche Arbeit!

 

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