Gesichter des BUND

Vorstandsmitglied Petra Peukert

Petra Peukert
Petra Peukert

Heute stellen wir Petra Peukert vor, die seit 2014 im Vorstand ist. Vielen Dank für dein Engagement und deine Arbeit vor allem in der Umweltbildung!

1. Welches globale Problem beschäftigt dich am meisten?
Die weltweite Ausdehnung der Flächen für intensive Landwirtschaft , besonders für den Anbau von Tierfutterpflanzen und die damit verbundene Zerstörung wertvoller Lebensräume (Savanne, Regenwälder...), macht mich betroffen. Auch hierzulande sieht man den Druck auf die Flächen - sterile Mais- und Rapsfelder bis an den Strassenrand, wo sich kaum noch andere Lebewesen einfinden bzw. überleben können. Da hängt man mit drin und sollte sich Abstand zu diversen Lebensmitteln, bes. Fleisch und Wurst, billige Öle u.a. verschaffen. Alternativen und Bioläden gibt es zunehmend!

2. Was war der Auslöser für dich, dich in einem Umweltverband zu engagieren?
Als Studentin in den 80-er Jahren (Bio/Ch-Lehrer)) schenkte mir mein Vater (er war Hydrobiologe) das Buch "Zurück zur Natur" von Dr. Ernst Paul Dörfler - ein Lichtblick in der von Umweltverschmutzung und Angst vor der Wahrheit gebeutelten DDR. Paul Dörfler und Freunde traf ich dann mehrmals im Elbe-Saale-Camp bei Barby an (auch 2002 im Hochwasserjahr) und erlebte das Engagement zum Gewässerschutz auch als grosses BUND-Thema. Da bin ich dann auf den BUND Dresden zugegangen - bei einer Elbeexkursion, konnte einen BFD absovieren und andocken.

3. Was bedeutet für dich persönlich Natur? Gibt es ein besonderes Naturerlebnis, was dich beeindruckt hat?
Ich habe als Kind viel Zeit mit meinem Vater im Osterzgebirge verbracht, Wälder und Wiesen durchstreift, später einige osteuropäische Hochgebirge kennengelernt - das prägte sich tief ein. Jetzt zieht es mich mehr an Gewässer, in Kulturlandschaften. Natur ist für mich ein freies Entfalten der Elemente, Pflanzen und Tiere im Zusammenspiel, so dass es auf mich wirkt (nicht umgekehrt!) und ich Respekt, auch Freude empfinde. Dies möchte ich gern Kinder vermitteln.

4. Was würdest du in Dresden verändern?
Eine Grossstadt wie Dresden kann lebenswert sein für alle. Zum Wohlfühlenim Alltag gehören für mich viel beständiges PflanzenGrün an Strassen und Häusern/Höfen, Parks, Spielplätze, reduzierte/entschleunigte Automassen, freie lange Radwege, attraktive Einkaufsmeilen mit Bio-Läden - ein Blick nach Leipzig und Berlin lohnt sich - und bitte, dass in der Sommerferienhitze die tollen Springbrunnen auf dem Altmarkt auch alle angestellt werden!

5. Wie tankst du deinen Akku auf? Wie erholst du dich? Wie verbringst du Zeit an der frischen Luft am liebsten?
Ich bin gern an den Elbwiesen und Elbhängen unterwegs; es sind Schätze. Auch mache ich in einem Gartenprojekt mit.
Ansonsten ist meine Zeit nach der Arbeit (für die Lebenshilfe Dresden e.V.) oft ein Weitersuchen nach Antworten und Wegen. Gestern fand ich im Buchladen den letzten Text von Roger Willemsen: "WER WIR WAREN - Zukunftsrede", ein Aufruf, sich nicht einverstanden zu erklären.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!



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