Stephanie Albrecht

Stephanie_Albrecht
©BUND Dresden

Heute stellen wir euch Stephanie Albrecht vor. Sie studiert Umweltmonitoring und unterstützt uns als neue Bundesfreiwillige beim praktischen Naturschutz.

1. Welches globale Problem beschäftigt dich am meisten?
Die Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Unser Wunsch Produkte möglichst immer, schnell und günstig zu bekommen, hat gravierende Auswirkungen auf die Umwelt, führt zu Ausbeutung von Mensch und Tier und produziert enorme Müllberge. Die Tatsache allein, dass so viele Menschen auf dieser Welt hungern, während hier Essen in enormen Mengen weggeworfen wird, sollte uns sprachlos machen. Wir als Konsumenten haben es in der Hand Produkte zu verlangen, die fair und nachhaltig produziert werden.

2. Was war der Auslöser für dich, dich in einem Umweltverband zu engagieren?
Ich wollte endlich mal aktiv werden. Mir reicht es nicht mehr nur Literatur zu bestimmten Themen zu lesen und zu diskutieren. Außerdem möchte ich gern meinen Horizont erweitern und etwas über Themen lernen, mit denen ich mich noch nicht so intensiv beschäftigt habe. Praktischer Naturschutz bedeutet auch, dass ich viel draußen bin und vor Ort die Schönheit der Natur erleben kann. Und letztendlich möchte ich gern das Wissen und die Erfahrungen, die ich hier sammle, mit anderen Menschen teilen, um sie zu inspirieren sich vielleicht selbst ein bisschen zu engagieren.

3. Was bedeutet für dich persönlich Natur? Gibt es ein besonderes Naturerlebnis, was dich beeindruckt hat?
Für mich bedeutet Natur Freiheit, Schönheit und Perfektion. Als ich das erste Mal das Meer gesehen habe, war ich überwältigt von der Größe und der Schönheit, und diese Faszination hält bis heute an.

4. Was würdest du in Dresden verändern?
Ein Faktor wäre die Grünlandbewirtschaftung. Anstatt alle Rasenflächen auf wenige Millimeter runter zu mähen, könnte z.B. in Streifen gemäht werden. Dadurch gäbe es unter anderem für Insekten ein dauerhaftes Nahrungsangebot.

5. Wie tankst du deinen Akku auf? Wie erholst du dich? Wie verbringst du Zeit an der frischen Luft am liebsten?
Ich gehe gern mit meiner Familie und meinen Freunden in der Sächsischen Schweiz wandern. Außerdem bin ich viel in der Dresdner Heide unterwegs, um vom Alltag abzuschalten und mich zu erholen.

Wir danken Stephanie für dei Beantwortung der Fragen und ihr Engagement in der Regionalgruppe!

Nadja Jegel

© BUND Dresden

Heute stellen wir Nadja Jegel vor, die bei uns seit Januar 2018 einen Bundesfreiwilligendienst leistet. Neben der täglichen Arbeit im Büro hilft sie mit, wo sie kann und ist Ansprechpartnerin für die Umweltbildungsarbeit. 

1. Welches globale Problem beschäftigt dich am meisten?
Der Mensch mit seiner Gier und seinem unaufhörlichem Streben nach Reichtum und Materialismus ist, meiner Meinung nach, das größte globale Problem für unsere Natur und Umwelt. Wir finden immer weniger Zugang zur Natur, von der aber unser Überleben und Wohlsein abhängt. Sie wird begraben unter unserer Konsumgier und steht oft als Gegner zur Kultur. Dabei gehört der Mensch aber doch zur Natur wie der Fisch, der Vogel oder die Biene.

2. Was war der Auslöser für dich, dich in einem Umweltverband zu engagieren?
Ich war in Dresden eine kurze Zeit unglücklich, weil ich schon einige Jobs hinter mir hatte, die man einfach als sinnlos beschreiben konnte. Ich wollte endlich etwas tun, das einen Wert hat, für mich und auch meine Mitmenschen. Und da ich beim Aufwachsen eine relativ naturnahe Bindung genoss, war für mich die Entscheidung für einen Umweltverband dann klar.

3. Was bedeutet für dich persönlich Natur? Gibt es ein besonderes Naturerlebnis, was dich beeindruckt hat? 
Die Natur ist unverzichtbar. Außerhalb dessen, dass wir uns von ihr ernähren können, können wir auch viel lernen von ihr, was z.B. die Bionik gut unter Beweis stellt. Für mich ist sie auch Rückzugsort, Freundin, Lehrerin. Ein faszinierender Raum voller Wunder in ihrer Artenvielfalt und Lebensweisen. Sie hält nicht nur den Körper am Leben, sondern auch meinen Geist und erweitert in gewissen Maßen auch meinen Horizont. Beflügelt, fasziniert, erschreckt, verwundert und lehrt, dass nicht alles geradlinig passiert.
Letztes Jahr war ich an der Westküste von Irland unterwegs. Wir haben auch bei Bauern auf den Wiesen gezeltet oder am Strand. Alles in Einem ein grandioses Erlebnis und unvergessliches Abenteuer. 

4. Was würdest du in Dresden verändern?
Ich mag Dresden. Genau richtig für mich: nicht zu groß, nicht zu klein, viel Grün in der Stadt und im Umland, viele Orte, in denen man seine Freizeit gestalten kann. Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs und merke oft, wie nervig es an den stark befahrenen Straßen ist. Weitere gute Fahrradwege, die außerhalb der Hauptstraßen liegen, halte ich demnach für sinnvoll. Auch wenn Dresden schon so grün ist, wünsche ich mir mehr davon - mehr Brachflächen liegen lassen und weniger asphaltieren.
Es wäre außerdem ein interessantes Experiment die Integrationsarbeit mal aus der anderen Richtung zu führen. Auch viele unserer "einheimischen" Bürger*innen könnten gewisse Integrations-Schulungen absolvieren... 

5. Wie tankst du deinen Akku auf? Wie erholst du dich? Wie verbringst du Zeit an der frischen Luft am liebsten?
Wenn der Akku so richtig unten ist, gehe ich gerne in den Wald. Zwischendurch aber genieße ich Bäder und gute Bücher. Draußen bin ich gerne mit Fahrrad unterwegs, im Sommer liebe ich es im See zu baden. Wandern macht mir auch Spaß, mache ich nur leider zu selten.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und dein Engagement in der Regionalgruppe Dresden!

Hannes Herrman

Hannes Herrmann

Heute stellen wir Hannes Herrman vor, der von Oktober 2017 bis September 2018 Bundesfrewilligendienstleistender im BUND Dresden ist. Hannes organisiert den 4. Langen Tag der Stadtnatur und das natURsprung Camp. Außerdem hat er bei uns im Büro immer ein offenes Ohr für alle Fragen von Bürger*innen.

1. Welches globale Problem beschäftigt dich am meisten?
Die sinnlose Zerstörung der Natur und Lebensräume von Flora, Fauna und auch Menschen mit dem einzigen Ziel mehr Reichtum und Macht für Konzerne zu erlangen, kann ich nicht akzeptieren. Den wahren Reichtum und das Glück finden wir in Kontakt miteinander und der Natur. Um diese wunderbare Welt für unsere Nachkommen zu erhalten, müssen wir umdenken und uns auf grundlegende Wert zurückerinnern.

2. Was war der Auslöser für dich, dich in einem Umweltverband zu engagieren?
Während der letzten Jahre durfte ich einige Kontinente bereisen. Ich habe die Schönheit dieser Erde, aber auch die Zerstörung hautnah miterlebt und mich entschieden, meinen beruflichen Weg in eine für mich sinnvolle Richtung zu wenden.
Meine persönliche Meinung ist, dass der einzige Weg die Umwelt zu schützen, darüber führt, Menschen wieder mit der Natur und somit auch sich selbst zu verbinden.
Beim BUND organisiere ich den Langen Tag der StadtNatur Dresden und ein Biotoppflegecamp am Fichtelberg, welche genau diese, meine Vorstellungen, unterstützen und besonders auch junge Menschen für die Natur begeistern.

3. Was bedeutet für dich persönlich Natur? Gibt es ein besonderes Naturerlebnis, was dich beeindruckt hat?
Natur ist für mich der Ursprung allen Lebens. Ich muss Zeit draußen verbringen, um vom Alltag abzuschalten und mich auf die wesentlichen Dinge im Leben zurück zu besinnen
Meine schönsten Naturerlebnisse habe ich beim Trekking, wenn ich 1-2 Wochen von der Zivilisation abgeschnitten bin. Wie z.B. auf dem North Coast Trail auf Vancouver Island, Kanada, wo ich so viel über mich und meine Verbindung zur Umwelt lernen durfte.

4. Was würdest du in Dresden verändern?
Ich liebe meine Heimatstadt so wie sie ist, ich möchte hier nichts versändern.
Ich hoffe, dass alle Nischen, Grünanlagen und Freiräume so erhalten bleiben wie sie momentan sind und nicht durch weitere kommerzielle Bauvorhaben versiegelt und zerstört werden.

5. Wie tankst du deinen Akku auf? Wie erholst du dich? Wie verbringst du Zeit an der frischen Luft am liebsten?
Ich verbringe fast meine ganze Freizeit draußen. Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs, man trifft mich beim Wandern in der Sächsischen Schweiz oder mit Freunden an der Elbe.
Ich kann es kaum erwarten, in den Frühling zu starten, und dass alles wieder zu neuem Leben erweckt.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und dein Engagement bei der Arbeit!



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